Varlamov nach wie vor in Topform

Momentan spielt Semyon Varlamov für sein Team Lokomotiv Yaroslavl in der Form seines Lebens. Viele
sprechen davon, dasser momentan auch der beste Torhüter auf der Welt ist. Dies
scheint er auch momentan in der KHL, der aufgrund des NHL-Streiks momentan wohl
besten Eishockey-Liga der Welt, unter Beweis zu stellen.
Insgesamt hat Varlamov momentan 12 Spiele in der KHL
gespielt und von diesen zwölf Spielen konnte er insgesamt 9 gewinnen. Von
diesen drei Siegen waren wiederum 3 Shutouts, in denen er kein einziges
Gegentor kassiert hat. Dementsprechend sehen auch seine persönlichen
Spielerstatistiken aus: insgesamt hat er bisher 95,1 % der Schüsse auf sein Tor
gehalten und bekommt im Schnitt nur 1,63 Gegentore pro Spiel. Aufgrund dieser
hervorragenden Leistungen konnte sein Team in der KHL zuletzt 9 Spiele
hinterinander gewinnen. Dementsprechend steht auch sein Team ganz gut in der
KHL in der Tabelle da.
Zuletzt war aber Varlamov in den letzten beiden Spielen nicht im Aufgebot.
Diese zwei Spiele hat sein Team dann auch prompt verloren. In dem Interview mit
Eurolanche hat jedoch Varlamov betont, dass er nicht verletzt ist und
keine Beschwerden hat. Er weiß selber nicht genau, warum er die letzten beiden
Spiele ausgesetzt hat. Vermutlich hat es damit zu tun, dass der Trainer seine
weiteren Torhüter auf vermehrte Spielpraxis vorbereiten will, da es in der NHL
bei den Gehaltsverhandlungen zu einer baldigen Lösung kommen könnte. Sobald
sich nämlich die NHL und die NHLPA geeinigt haben, wird Varlamov so wie beinahe
jeder andere NHL-Spieler umgehend seine Koffer packen und über den großen Teich
nach Nordamerika düsen, um für das jeweilige NHL-Team auflaufen zu können. Und
dann müssen aber für Yaroslavl die anderen Torhüter ihre Leistungen
bringen. Und das wird schwierig, wenn diese Torhüter keine Praxis sammeln.
Diese Vermutung wird auch von Varlamov indirekt etwas bestätigt, da er damit
rechnet, dass demnächst eine Einigung in der NHL erzielt wird und dass die
NHL-Saison mit dem 15. Dezember beginnen wird. Natürlich kann er sich dabei
auch irren. Nur momentan stehen einfach viele Zeichen für ein baldiges
Lockout-Ende. Viele Spieler und auch Liga-Offizielle zeigen immer mehr Zeichen,
dass eine Einigung vor der Tür steht. So hat man sich unter anderem erst
gestern darauf geeinigt, dass in den nächsten Verhandlungen auch externe Mediatoren
eingesetzt werden, die den Finalisierungs-Prozess des Vertrags möglichst
reibungslos ermöglichen sollen, sodass es nicht doch noch kurzfristig zu
Problemen kommt.
Bleibt nur zu hoffen, dass dann Varlamov seine Top-Leistung auch mit nach
Denver nimmt. Kann er nämlich bei seiner bisherigen Leistung auch in Amerika
anschließen, sieht es für die Playoffs heuer in Colorado nicht so schlecht aus.
Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
27/11/2012 - 16:00