Fehde mit St. Louis setzt sich fort

Nachdem man vor mehr als drei Wochen mit 7-3 gegen die St. Louis Blues auswärts im Spiel aber auch bei einigen Schlägereien verloren hat, gab es nun gestern Nacht das zweite Spiel in dieser Saison, dieses Mal im Pepsi Center in Denver. Jeder war gespannt drauf, wie sich dieses Spiel entwickeln wird, da man aufgrund einiger fragwürdiger Aktionen von Blues Spielern am Eis mit einer härteren Gangart in diesem Spiel letzte Nacht gerechnet hat. Und dem war dann auch letztendlich so: zwar gab es im Spiel gestern Abend keine Schlägereien, dafür jedoch jede Menge Geschubbse, Thrash-Talking und vor allem ein paar brisante Kommentare nach dem Spiel.
So wurden wie eigentlich nach fast jedem Spiel die beiden Trainer der beiden Teams, Patrick Roy von den Avs und Ken Hitchcock von den Blues, bezüglich Spiel interviewt. Und der Grund, warum es zu diesem Gerede kam war jedoch nicht das Spiel in St. Louis oder in Denver, sondern eigentlich ein ganz ein anderes.
Jeder kann sich vermutlich noch an das allererste Saisonspiel in dieser Saison erinnern, in dem man zu Hause gegen die Anaheim Ducks gewonnen hat. Dort gab es ja die allseitsbekannte Reaktion von Roy am Ende des Spiels, als er die Glaswand zwischen den Spielerbänken hin und her gerüttelt und schließlich auch fast umgeworfen hat, nachdem er von ein paar Aktionen des gegnerischen Trainers der Kragen geplatzt war. Nach dieser Aktion wurden einige Trainer zu diesen Aktionen beiläufig befragt, was sie davon halten. Unter ihnen war auch der Blues Coach Ken Hitchcock, und dieser ließ wahrlich kein gutes Wort an diesen Aktionen. So hat Hitchock gesagt, dass solche Reaktionen von Roy in die Juniorenliga gehören aber nichts in der NHL verloren haben. Dies dürfte Patrick Roy zu Ohren gekommen sein, worauf hin Roy gestern Nacht nach dem Spiel in einem Interview zurückgefeuert hat. So hat Roy gemeint, dass er verärgert über die Art und Weise Hitchocks ist, da er sich wie so manch andere Trainer in der NHL aufgrund ihres Alters ein gewisses Vorrecht an Weisheit und Allwissenheit hernehmen, die Ihnen nicht immer gebührt. Weiters hat Roy darauf gemeint, dass die NHL und insbesondere die Schiedsrichter einen besonderen Draht zu den älteren Herren der Liga hinter den Banken pflegen und die jungen Trainer eher ignorieren und somit für Ungleichheit sorgen
Bezugnehmend auf diesen Kommentar wurde Roy weiters gefragt, ob er dieses Thema auch direkt bei Hitchcock adressiert habe. Die Antwort: "Das kann ich hier nicht sagen, sorry". Hört sich also nach ein paar nicht so nette Worte für Hitchock an. Alles in allem könnten also die beiden letzten Spiele gegen die Blues der Beginn einer neuen Fehde werden, wer weiß. Man darf auf jeden Fall schon auf das nächste Spiel gegen die Blues gespannt sein.
Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
28/11/2013 - 19:30