Avs sind Overtime-Kaiser

Das war bereits das zehnte mal in dieser Saison, dass die Avs ein Spiel, das nach 60 Minuten unentschieden war, noch in den Extra-Fünf-Minuten für sich entscheiden konnten. Damit ist unangefochten an erster Stelle in der NHL. Insgesamt haben die Avs, sofern ein Spiel in der Overtime entschieden wurde, wie gesagt zehn mal gewonnen und nur drei mal verloren. Wenn dann in diesen fünf Minuten auch kein Tor gefallen ist, dann war man im darauffolgenden Shootout auch mit 4-3 Siegen ganz gut unterwegs und somit auf der Siegerstraße.
Was bedeutet das nun jetzt eigentlich? Grundsätzlich zeigt es mal, dass die Avs es in dieser Saison ganz gut verstehen, knappe Spiele für sich zu entscheiden und auch bis zur Ruhe die Neven grundsätzlich bewahren zu können. Das ist jedenfalls eine Eigenschaft, die die Avs so die letzten Jahre eher weniger hatten. Und diese Eigenschaft ist aber besonders wichtig, wenn man in weiterer Folge auch bestehen will. oft sind die Spiele in den Playoffs nämlich sehr hart umkämpft und knapp und oft geht es in die Sudden-Death-Overtime. Und genau dort braucht man als Team eben auch Nerven aus Stahl und die nötige Ruhe in engen und knappen Situationen.
Und genau das haben die Avs mit ihrem 14-6 Rekord bei Spielen, die nach 60 Minuten noch nicht entschieden waren, unter Beweis gestellt. Natürlich ist aber dazu zu sagen, dass die Playoffs grundsätzlich nochmal auch eine ganz eigene Welt darstellen und da die Nerven noch leichter zu flattern beginnen können als in der Saison. Das ist insbesondere bei den Avs vielleicht von Relevanz, da das Team ja vorwiegend aus jungen noch Playoff-unerfahrerenen Spielern besteht. Nichtsdestotrotz bereiten aber genau solche knappen und spannenden Situationen in der Saison dann doch rigendwie gewissermaßen auch auf die Playoffs vor, weshalb man gespannt sein darf, wie sich die Avs in den Playoffs schlagen werden.
Momentan heißt es ja noch weiter kämpfen für die Avs. Zwar hat man die Playoffs schon fix einloggen können, aber jetzt geht es in weiterer Folge darum, eventuell das Heimrecht für die erste Runde zu bekommen, da man mit drei Punkten vor Chicago an zweiter Stelle in der Division steht. Bleibt man bis zum Ende der Saison an zweiter Stelle, hat man dann auch das Heimrecht gegen Chicago auf seiner Seite, was ebenfalls sicherlich nicht von Nachteil wäre.
Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
03/04/2014 - 19:30