Iginla bisher ohne große Wirkung

So haben sich die Avs damals dann für den erfahrenen Stürmer Jarome Iginla entschieden und die Vertragsunterzeichnung wurde in den Denver groß gefeiert, da er ja ein Superstar ist und man endlich mehr Erfahrung ins Team bringen konnte.
Iginla ist dabei aber schon 37 Jahre alt, insofern war es also auch ein Risiko, dass man eventuell einen Spieler am absteigenden Ast seiner Leistung verpflichtet. Und genau auf dieses Phänomen stürzen sich dann die Medien ganz besonders gerne. So passiert es nun leider auch jetzt mit ihm, nachdem seine Statistiken nach insgesamt 16 Spielen in der Saison eher mäßig sind. Niemand erwartet natürlich in seinem Alter, dass er 50 Tore pro Jahr schießt, das war klar, aber das es nur zwei sind nach insgesamt 16 Spielen hat man leider auch nicht erwartet.
Iginla weiß, dass seine Scorer-Qualitäten in dieser Saison nicht gerade befriedigend sind. Würde man die zwei Tore auf die gesamte Saison projezieren und prognostizieren, dann käme er nach 82 Spielen gerade mal auf 10 Tore. Das ist eindeutig zu wenig für jemanden, der in den ersten beiden Sturmreihen ständig zu Hause ist. Gemäß Iginla hat diese schwache Phase aber nichts mit seinem Alter zu tun.
In einem Interview hat er gesagt, dass er sich körperlich total fit fühlt auch seine Beine nicht schwerer sind als sonst. Insgesamt fühlt er sich körperlich so gut wie immer. Vielmehr hat das bei ihm – und nicht nur bei ihm sondern beim gesamten Team – viel mehr was mit dem Kopf zu tun. Es ist einfach im Team und in der Spielweise der Wurm drin und bedarf endlich wieder eines Erfolgserlebnisses, damit der Knopf endlich aufgeht.
Iginla hat in dieser Saison insgesamt neben den zwei Toren auch sieben Assists geliefert und steht nun bei insgesamt neun Punkten. In seiner Karriere hat er nun bereits 17 NHL-Saison gespielt und in 15 dieser 17 Saisonen konnte er jeweils immer zumindest 20 Tore schießen. Eine der beiden Saisonen, wo er das nicht geschafft hat, war die Lockout-Saison mit nur 48 Spielen. Insofern wäre es für ihn also ein seltenes Erlebnis, wenn er es diese Saison nicht schaffen sollte, wonach es momentan aussieht.
Hoffen wir aber, dass sich das ändert und die Linie mit Iginla, Landeskog und MacKinnon endlich bald die Chemie findet und Tore am fließenden Band produzieren wird.
Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
11/11/2014 - 10:30