Eurolanche Mitglied in New York

Hannes „Hanno“ Gartner aus Österreich ist seit 2011 Eurolanche-Mitglied und vielleicht inspirieren seine Erzählungen auch andere Colorado Avalanche Fans, die aufgrund von Terminüberschneidungen oder sonstigen Hindernissen nicht die Möglichkeit haben, an den Eurolanche Invasionen nach Denver teilzunehmen. Hanno reiste in den Bundesstaat New York und besuchte die Avalanche Spiele gegen die New York Islanders und die New York Rangers – Eurolanche Merchandise inklusive. Im Rahmen unserer USA Reise im November 2014 unterstützten wir die Avalanche auf deren Roadtrip an der Ostküste der Vereinigten Staaten und besuchten die Spiele gegen die New York Islanders und der New York Rangers.
Avalanche @ Islanders
Am Vormittag besuchten wir noch das Mahnmal, das an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnert und zu Mittag gab‘s Burger in einer Sports-Bar. Nach dieser köstlichen Stärkung machten wir uns zunächst auf den Weg zur Penn Station und von dort ging es dann mit der LIRR (Long Island Rail Road) weiter nach Long Island. Die Fahrt dauerte rund eine dreiviertel Stunde und die Welt um uns veränderte sich von Minute zu Minute. Die Hochhäuser von Manhattan verschwanden am Horizont, der Großstadtlärm verstummte und von der Hektik auf den Straßen war nichts mehr zu spüren. In Westbury angekommen waren wir dann „in the middle of nowhere“. Weiter ging es dann mit einer viertelstündigen Taxifahrt durch die Straßen von Long Island. Richtig wohl fühlten wir uns in dieser zwielichtigen Gegend nicht. Mit der Absicht uns zu beruhigen fragten wir den Taxifahrer ob es denn hier gefährlich sei, aber seine Antwort verbesserte unsere Gefühlslage nicht im Geringsten. - „Well, at least not for me.“
Große Erleichterung überkam uns dann als wir endlich das Nassau Veterans Memorial Coliseum zu Gesicht bekamen – doch diese währte nicht lange. Die Sicherheitskräfte ließen uns nicht passieren. Wir durften weder unsere Rucksäcke, noch das Objektiv unserer Kamera mit in die Eishalle hineinnehmen. Es gab auch keine Möglichkeit unsere Sachen für die Dauer des Spiels irgendwo abzugeben. Wir erklärten ihnen, dass wir aus Europa kommen und von diesen (absurden) Regelungen nichts wussten und sehr teure Wertgegenstände mit dabei hätten. Die Diskussion brachte aber nichts ein und wir versuchten unser Glück im Marriott Hotel nebenan. (Welches übrigens das einzige Hotel bzw. größere Gebäude überhaupt in unmittelbarer Nähe war.) Auch dort schienen wir nicht gerade willkommen zu sein. Ein Zimmer für eine Nacht wäre die einzige Option gewesen. Aufgrund des überteuerten Preises, entschieden wir uns dann unsere Rücksäcke in einer Baumkrone neben dem Marriott-Parkplatz zu verstecken. Glücklicherweise waren wir schon zwei Stunden vor Spielbeginn vor Ort und kamen so noch rechtzeitig zum Spiel.
Die große Enttäuschung stand aber noch bevor. Die Avs hatten in diesem Spiel keine Chance und gingen sang- und klanglos mit 6-0 unter. So hatte ich mir mein erstes Avalanche-Spiel überhaupt nicht vorgestellt. Zum Glück waren wenigstens unsere Rucksäcke nach dem Spiel noch an Ort und Stelle. Deprimiert vom Spiel und erschöpft von den Strapazen erreichten wir um Mitternacht unser Hotelzimmer in China Town, Lower Manhattan.
Avalanche @ Rangers
Am letzten Tag in New York City begeisterte uns zunächst der Times Square und später die Wachsfiguren von Madame Tussauds, ehe es am Abend zum Spiel gegen die Rangers ging. Da sich der Madison Square Garden mitten in Manhattan befindet, ist er im Gegensatz zum Nassau Veterans Memorial Coliseum schnell und einfach zu erreichen.
Aus den Fehlern gelernt, ließen wir die Rucksäcke diesmal im Hotel zurück und waren auch gleich die Ersten überhaupt im „Garden“. Das Spiel wurde dann zu einem Nervenkitzel, der nach 60 Minuten und den Treffern von Duchene, Tanguay und MacKinnon sowie von Hayes, Stepan und Girardi auf Seiten der Rangers, in die Verlängerung ging. Nach weiteren fünf torlosen Minuten wurde der Gewinner im Shootout ermittelt. – Und es war Alex Tanguay, der mit dem GWG im Shootout zum Helden von Manhattan mutierte.
Trotz der hohen Niederlage auf Long Island, war es ein unvergessliches Erlebnis.
- von Hanno Gartner, Österreich
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25/02/2015 - 17:00