More international stories

Das war die Eurolanche Invasion VII

Das war die Eurolanche Invasion VIIDas neue Jahre ist nun schon wieder mehr als zwei Monate alt, die Invasion-Mitglieder sind nach mehr als sechs Wochen zu Hause wieder im Alltag angekommen, doch es beginnen schon die ersten Vorbereitungen und Ideen für die nächste Invasion in der nächsten Saison.

Das neue Jahre ist nun schon wieder mehr als zwei Monate alt, die Invasion-Mitglieder sind nach mehr als sechs Wochen zu Hause wieder im Alltag angekommen, doch es beginnen schon die ersten Vorbereitungen und Ideen für die nächste Invasion in der nächsten Saison. Doch bevor es an die Planung für das nächste Mal geht, ist es Zeit, mit ein bisschen emotionalen Abstand nun nochmals die Invasion VII Revue passieren zu lassen.

Wie das Jahr auch zuvor hieß es am letzten Weihnachtsfeiertag zu packen, denn unmittelbar nach den Feiertagen ging es wieder mal ab nach Denver zur alljährlichen Invasion.  Für mich war es bereits die fünfte Invasion, also Halbzeit bis zum runden 10er-Jubiläum. Nicht ganz so beschwerlich wie bei meinen diesjährigen Kollegen ging es eigentlich ganz schnell und gemütlich Samstag morgens zunächst mal von Wien nach London und dann zu Mittag gleich weiter direkt nach Denver. Nach den sonst so üblichen 24- oder mehr-stündigen Trips war ich dieses Mal schon binnen 16 Netto-Stunden in Denver angekommen. Durch die Zeitverschiebung wurden sogar überhaupt nur 8 Stunden im Flugzeug oder am Flughafen verbracht.

Doch unmittelbar nach der Ankunft hieß es schnell sein, denn noch am selben Abend stand das erste Spiel der Avalanche gegen die Chicago Blackhawks am Programm. Schnell ins Hotel, Gepäck ins Zimmer stellen, Trikot überstreifen und ab ins Pepsi Center hieß es. So begann die Invasion. Im Stadion dann das Zusammentreffen mit den bereits am Vortag angereisten Eurolanche Mitgliedern und ab ging es wieder mal in die Halle. Wie jedes Mal war es wieder was ganz besonderes, nach ca. einem Jahr endlich wieder die Avs live beim Hockey zuzusehen. Das erste Spiel ging zwar gegen die Hawks verloren, die folgenden Tage der Invasion sollten es aber dafür umso mehr in sich haben.

Chicago vs. Colorado

Am nächsten Tag war kurz aufgeteiltes Programm, da ich unbedingt das NFL-Spiel der Denver Broncos gegen die Oakland Raiders sehen wollte, während sich die anderen nicht wirklich für Football interessieren. Die Broncos gewannen das Spiel in überragender Manier, was gegen einen solchen schwachen Gegner wie die Raiders heuer kein großes Wunder war.

Denver Broncos

Tags darauf begannen dann die großen Sightseeing Trips, die tagtäglich die Tage darauf abgeklappert wurden. Begonnen wurde das Sightseeing gebührend in der Coors-Brauerei, wo man auch ein paar frische Bier verkosten konnte. Tags darauf ging es dann nach Colorado Springs und zum Pikes Peak, eines der berüchtigtsten Berge der Welt, wo regelmäßig Autorennen zur Spitze des Berges stattfinden. Besonders markant an diesem Ausflug war die Kälte, da es an diesem Tag Minus 20 Grad hatte. Natürlich wurde auch drei Mal die Innenstadt Denvers besucht, wo wie immer auf der 16. Straße geshoppt, das Kapitol und das Rathaus und auch sonstige Shopping-Malls besucht wurden.

Denver

Wie auch im Jahr zuvor war es aufgrund der Reisezeit kurz nach Weihnachten dann so, dass es wieder mal ein Eishockey-Spiel am Silvester-Abend gab. Dieses Mal waren die Philadelphia Flyers zu Gast und das Spiel konnte knapp gewonnen werden. Nach vier Tagen in Denver hat man somit also auch den ersten Sieg gesehen. Mit dieser Freude ging es dann natürlich auch noch in den Alkohol-Shop, um den Sieg und den Neujahrswechsel gebührend zu feiern. Allzu lange durfte die Party aber nicht dauern, da am nächsten Tag ein Trip nach Aspen am Programm stand und man aufgrund der langen Distanz relativ früh los musste.

Mit dem Auto ging es dann über die West-Autobahn Richtung Skigebiete, wobei man durch sämtliche berühmte Skiorte durchgefahren ist: Copper Mountain, Vail, Beaver Creek. Den längeren Aufenthalt gab es dann im Nobelort Aspen, wo man auch ein bisschen herumspaziert ist. Am Retourweg ist man dann auch noch kurz in Glenwood Springs stehen geblieben, um ein bisschen in der Thermalquelle baden zu gehen.

Copper Mountain

 Nach einem erfolgreichen Sieg gegen die Edmonton Oilers sollte es dann gegen die Blue Jackets zur zweiten und auch letzten Niederlage in dieser Invasion kommen, danach wurden sämtliche übrigen Spiele gewonnen. Einen besonderen Eindruck hat dabei der Auswärts-Sieg gegen die Blackhawks hinterlassen. Während ein Teil der Gruppe nach San Francisco gereist ist, bin ich mit David nach Chicago geflogen, um einen guten alten Freund zu besuchen und die Avs auch auswärts spielen zu sehen. Wir waren einer von ganz wenigen Avs-Fans im Stadion und man war krasser Außenseiter gegen die Hawks, doch man konnte das Spiel auswärts mit 2-0 gewinnen. Besonders herausragend war dabei die Leistung von Tormann Semyon Varlamov, der an diesem Abend gleich 54 Schüsse parierte und einen Shutout feierte. In Eises-Kälte (- 28 Grad Celsius) ging es dann noch kurz feiern und dann ab ins Bett, da man am nächsten Tag wieder relativ früh nach Denver zurück flog.

Chicago vs. Colorado

Zurück in Denver standen dann noch die beiden Spiele gegen die Ottawa Senators und die Dallas Stars am Programm, die man beide gewinnen konnte. Das Spiel gegen die Stars war dabei besonders spannend vom Verlauf, da man schnell mal 3-0 hinten lang und dann das Spiel mit 4-3 doch noch drehen konnte. Natürlich gab es nach den Spielen auch die obligatorischen Spielertreffs, um auch genügend Autogramme und Fotos zu ergattern. Daneben gab es noch ein gemeinsames Mittagessen mit dem ehemaligen Spieler Milan Hejduk und auch dem Aktiven Jan Hejda.

Alles in allem war es also wieder eine sehr gelungene und spannende Invasion mit vielen Highlights und schönen Erinnerungen. Eine Invasion, die wieder mal Vorfreude auf die nächste macht. So, und nun ab zu den Vorbereitungen und Planungen zur nächsten Invasion.

 


Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
04/03/2015 - 12:12