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3 gegen 3 Overtime gefällig?

3 gegen 3 Overtime gefällig?In letzter Zeit mehren sich in der NHL die Gerüchte, dass für nächste Saison einige Änderungen im Regulatorium vorgenommen werden.

Die wohl spannendste Änderung, die eigentlich von allen Teambesitzern befürwortet wird und wohl künftig Penalty Schießen seltener zulassen wird, ist die neue Overtime-Formation. So ist geplant, dass künftig die Verlängerung nur mehr mit drei Spielern pro Team bestritten wird.

Die genaue Entscheidung wird jedenfalls erst im Sommer getroffen, wenn der Stanley Cup Sieger feststeht und sich die Vereinseigentümer wie jeden Sommer in Florida treffen werden, um die Zukunft der NHL zu diskutieren. Diese Prozedere in den Sommerpausen finden in allen professioniellen Sportligen in Nordamerika Anwendung.

Die Zielrichtung dieser vorgeschlagenen Vorgehensweise ist klar: die Liga will eindeutig die Zahl der Penalty Schießen verringen, da man dieses für den Zuschauer doch recht spannende aber vom Gewinnprinzip doch recht zufällige System in seiner Häufigkeit reduzieren will. Man will, dass sich mehr Spiele im klassischen Eishockey im natürlichen Spiel Mann gegen Mann etscheiden.

Mit einer Drei-gegen-Drei Verlängerung wird zweifelsohne mehr Platz am Eis geschaffen, wodurch die Wahrscheinlich für Tore sicherlich angehoben wird. Doch ein berechtigter Ansatz ist jedenfalls, warum man solche Anreize nicht schon früher, also vor Anbruch der Verlängerung setzen könnte. Nicht, dass nun plötzlich bereits am Spielminute 55 nur mehr drei Feldspieler am Eis sein sollten, doch oft ist bei einem unentschiedenen Spiel nach Minute 60 der mangelnde Angriffswille der Teams das Problem, dass dann oft die letzten Sekunden das Spiel nur mehr dahinplätschert. Wozu auch sonderlich angreifen, wenn das Spiel auch mit genau so vielen Punkten in der Verlängerung bzw. im Penalty Schießen gewinnen kann?

Als Alternative wäre da also vielmehr ein flexibleres Punktesystem anzudenken, in dem Gewinner nach regulärer Spielzeit mit mehr Punkten als bei Siegen in Verlängerung belohnt werden. So ist es in zahlreichen euorpäischen Ligen schon üblich, dass Sieger nach 60 Minuten gleich drei anstatt zwei Punkte für die Tabelle bekommen. Sieger in Verlängerung bekommen dann zwei Punkte, wodurch eine klare Differenzierung gegeben wäre.

Liegt nach so einem System ein Team ein paar Punkte hinten in der Tabelle, ist somit jedenfalls wohl eher garantiert, dass man in den letzten Minuten in einem Spiel bei unentschiedenem Stand noch mehr Offensive sieht als das abwartende Geplänkel bis zur Overtime.


Norbert Gruber, Austria, norbert@eurolanche.com
26/03/2015 - 17:00