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Zusammenfassung der Invasion VIII

Zusammenfassung der Invasion VIIIRobert Heppekhausen war einer der ersten beiden Avalanchen Fans aus Deutschland, die gemeinsam mit Eurolanche nach Denver gereist sind.

Also du fragst dich ob es sich ausgezahlt, all die Mühen und Kosten auf sich zu nehmen, um mal bei einer Eurolanche Invasion dabei zu sein und mal mit ein paar verrückten Hockey Fans aus Europa gemeinsam nach Denver zu fliegen um den Lieblings-Hockey-Club live spielen zu sehen? Die Antwort ist simpel: Ja, Ja, und nochmals Ja. Wenn du genau wissen willst, warum, dann einfach weiterlesen.

Ich war noch niemals in Denver und hab die Avs bis dahin nur einmal live in New York 2009 gesehen. Die Avs sind mein Lieblings-Team in der NHL, doch grundsätzlich bin ich einer von jenen Fans, die einfach immer auf der Suche nach NHL Erfahrungen sind, unabhängig davon, welches Team gerade spielt. Hauptsache, der Event und das Konzept passen. Also damals verlautbart wurde, dass dieses Jahr das Stadium Series Spiel in Denver gespielt wird, war für mich sonnenklar, dass ich unbedingt bei der Eurolanche Invasion VIII dabei sein muss. Nach dem Kennenlern-Meeting in Prag und all den Geschichten von jenen Fans, die schon mal in Denver waren, wurde meine Vorfreude immer größer und ich konnte es echt nicht mehr erwarten, endlich nach Denver zu kommen.

Der Verfasser des Artikels ist Robert Heppekhausen, au fdem Foto rechts zu sehen.

 

Da der offizielle Start der Invasion in Wien war, mussten ich und Boris, ein weiterer Teilnehmer aus Deutschland, bereits am Vorabend einen Flug von Düsseldorf nach Wien nehmen. Insofern begann der Trip mal mit einer Sightseeing-Tour in der österreichischen Hauptstadt. Da der Abend allerdings kurz war, ging es nach ein paar Stunden gleich wieder zurück ins Hotel um sich für den folgenden Tag fit zu schlafen. Am nächsten Tag trafen dann letztendlich auch alle weiteren Frans aus der Slowakei, der Tschechischen Republik und Österreich ein, um den Flug zunächst nach London zu bestreiten. Mit Zwischenstopp in London ging es dann schnell weiter nach Denver und nach fast einem gesamten Tag im Flugzeug, ist man schließlich gut in Denver angekommen. In Denver angekommen, fällt einem als erstes das schöne Rocky Mountains Panorama auf. Man sieht die Berge eigentlich ständig bei jedem Ausflug, durchbricht sie aber nur selten. Als erstes haben wir unser angemietetes Auto abgeholt und sind weiter ins Hotel, um das Gepäck abzuliefern. Nach Ankunft im Hotel blieb gerade mal eine Stunde bis zum Spielbeginn des ersten Spiels gegen die San Jose Sharks, insofern ging gleich alles sehr schnell los.

 

Im Pepsi Center angekommen, war ich überwältigt von den Eindrücken. Als erstes fällt einem dabei der riesige Videowürfel (Pepsi Vision) auf, auf dem die ganze Eurolanche Gruppe auch prompt mal zu sehen war während sich die Spieler für das Spiel aufgewärmt haben. In der ersten Drittelpause war man gleich wieder am Videowürfel, doch dieses Mal gleich für ein Interview im Stadion. In der zweiten Drittelpause folgte dann das nächste Interview, doch dieses Mal mit Bill Price, einem bekannten Journalisten auf NHL.com. Insofern gab es gleich am ersten Tag keine Zeit zum Verschnaufen. Zu all der Hektik und der Länge des Tages kam noch hinzu, dass das Spiel in die Verlängerung ging, dass die Avs dann aber im Shootout gewinnen konnten. Ein guter Start also, aber der Schlaf war dann heiß ersehnt.

 

Am nächsten Tag ging es dann vormittags gleich wieder ins Pepsi Center, aber dieses Mal, um ordentlich viel Geld für Merchandise Artikel auszugeben. Da selbe geschah dann gleich im Anschluss nochmal im Denver Broncos Shop. Im Anschluss ging es dann zum Hotel, wo die Spieler der Alumni Teams übernachteten. Ziel war es, ein paar Autogramme einzusammeln. Dies wiederholte sich auch noch die nächsten beiden Tage und man schaffe es letztlich, Shjon Podein, Mike Ricci, Adam Foote, Milan Hejduk, Peter Forsberg und noch viele mehr zu treffen. Danach ging es dann in die 16th Street Mall, um auch erstmals ein bisschen Downtown-Luft zu schnuppern. Generell neben dem Pepsi Center ein Ort, an dem man bei den Trips viel Zeit verbringt. Daneben gab es aber auch noch die Colorado Mills Mall, wo Shopping ebenfalls ganz leicht von der Leber geht. Ein kurzer Tipp: unbedingt nur mit halbvollem Koffer nach Denver reisen, denn man merkt schnell, dass man viel Platz für die Einkäufe braucht.

 

 

Ich persönlich hatte einen erfolgreichen Shopping Tag tags darauf im Castle Rock Outlet außerhalb Denvers. Mit wenig Geld in der Tasche war es dann für mich nach diesem Tag auch Großteils mit Shopping. Mit Ausnahme der Avalanche Souvenirs, die dann doch noch irgendwie auch Tage später noch Platz fanden. Nach einer kurzen Tour durch das Coors Field, dem Baseball Stadion der Colorado Rockies, war es dann endlich soweit. Das Alumni Spiel zwischen den Avs und den Rivalen Detroit Red Wings stand am Programm. Es war einfach großartig, diese Legenden der beiden Teams in einem attraktiven Spiel zu sehen, vor allem, da beide Teams nicht nur zum Jux aufgelaufen sind, sondern beide das Spiel gewinnen wollten.

 

Am nächsten Tag stand dann aber das tatsächliche und offizielle Stadium Series Spiel am Programm und es gab noch mehr Medien-Attraktion als die Tage zuvor. So kam NBC-Moderator und ehemaliger Hockey-Spieler Jeremy Roenick zu Eurolanche in die Sitzplatz-Reihe, um ein Interview für NBC während dem Spiel zu machen. Eurolanche war somit erstmals auf USA-weitem TV-Boden zu Hause. Das Roenick uns interviewt hat, war für mich etwas Besonderes, da Roenick damals 1994 während dem Lockout ein paar Spiele für das Hockey-Team meiner Heimatstadt gespielt hat. Er kann noch immer ein paar deutsche Wörter aus dieser Zeit und es gab natürlich auch ein Autogramm und eine Foto mit ihm. Neben dem Interview muss man aber leider sagen, dass die Avs das Spiel verloren haben. Mit leicht hängenden Köpfen ging es dann ins Auto, um direkt nach Las Vegas weiter zu fahren.

 

 

Nach einer 14-stündigen Autofahrt über Nacht ist man letztendlich am Sonntagvormittag in Vegas bei Sonne und 25 Grad Celsius angekommen. Insgesamt waren 2 Tage in Vegas geplant, wobei einige von uns eine David Copperfield Show besuchten; im Mittelpunkt stand jedoch zweifelsohne das Herumflanieren am Las Vegas Strip und in den Casinos wie z.B. das Caesars Palace, welches mir persönlich am besten gefallen hat. Vegas ist einfach einzigartig, eine Stadt mitten in der Wüste und jedenfalls einen Besuch wert. Jedoch nicht für mehrere Wochen, ein paar Tage reichen jedenfalls. Nach einem Gruppenfoto vor dem berühmten „Welcome to fabulous Las Vegas“ Schild ging es dann los mit dem Auto zurück nach Denver. Die Rückreise hat dieses mal zwei Tage gedauert, da wir noch Zwischenstopps beim Hoover Dam, bei einem genialen Hot Dog Restaurant und beim Grand Canyon eingelegt haben. Außerdem hat man neben dem Mesa Verde Nationalpark auch noch das Four Corners Monument besucht, wo vier Bundesstaaten (Utah, Arizona, New Mexico und Colorado) aufeinandertreffen.

 

Wieder zurück in Denver standen dann wieder mal vor allem die Avalanche Spiele im Mittelpunkt. Es gab aber auch noch weitere tolle Events. So hat man die Stranahan’s Whiskey Distillerie besucht, wo Colorado’s einziger Whiskey produziert wird. Außerdem gab es noch geführte Touren durch das Pepsi Center sowie das Sports Authority Field, Heimat des Super Bowl Champions Denver Broncos. Ein weiteres Highlight war außerdem auch eine einstündige Snowmobil-Tour durch die Rocky Mountains, was ich jedem nur empfehlen kann. Einige haben auch ein paar NBA-Spiele der Denver Nuggets besucht, ich persönlich war am Match gegen die Dallas Mavericks, wo ja bekanntlich die deutsche Basketball-Legende Dirk Nowitzki spielt. Außerdem gab es dann auch noch ein Lacrosse-Spiel der Colorado Mammoth zu sehen, wo sich ebenfalls ein paar von uns eingefunden haben.

 

 

Um meinen Ruf als „Eis-Hopper“ gerecht zu werden, wurden auch noch weitere Hockey-Events in Denver von mir besucht. So sah ich ein Spiel der Denver Pioneers live, das Universitäts-Team, was es später auch ins NCAA Frozen Four Turnier geschafft hat. Aber auch ein Spiel der ECHL Colorado Eagles gab es live zu sehen. Beide Teams sind nicht weit voneinander weg, trotzdem waren es ganz unterschiedliche Erfahrungen, wo bei den Pioneers die tolle Arena und bei den Eagles das harte Spiel herausgestochen sind.

 

Ein weiterer Grund, um nach Denver zu kommen, sind natürlich auch die Spielertreffen, wobei diese nicht allzu einfach zu arrangieren sind. Das Team der Eurolanche hat jedenfalls vieles versucht, um die Avalanche Organisation zu überzeugen und einige Treffen zu ermöglichen. Leider war die Avs-Organisation meiner Meinung nach hier nicht allzu sehr kooperativ. So hat man für zwei Spiele Postgame-Passes bekommen, wo man auf die Spieler warten konnte. Doch nur weil man dort steht, heißt es noch lange nicht, dass die Spieler auch bereit sind, dort vorbei zu gehen und auf für Autogramme stehen zu bleiben. Mit etwas Geduld bekommt man jedoch einige Autogramme und Fotos. Außerdem wurden auch ein paar Trainings der Avs besucht, wo man ebenfalls ein paar Spieler danach treffen konnte, in dem man ihre Autos aufgehalten hat. Einige Spieler sind auch aus ihren Autos raus und haben sich viel Zeit für die Avs und ihre Wünsche genommen, einige hingegen hat man nie gesehen.

 

Manchmal hilft beim Spielertreffen aber auch einfach nur Glück. So ist im Spiel gegen die Florida Panthers unerwarteterweise Ex-Av Jan Hejda hinter uns im Publikum gesessen, wo wir ein bisschen mit ihm plaudern konnten und auch Fotos bzw. Autogramme bekamen. Da er schon seit mehreren Jahren mit Eurolanche einen guten Draht pflegt, haben wir es auch noch zu einem weiteren Treffen mit ihm und Milan Hejduk in einer Hockey-Trainings-Halle geschafft. Bei diesem Treffen war ich leider nicht dabei, da ich mich an diesem Tag nicht wohl gefühlt habe. Aber alle anderen Fans haben von dem Treffen geschwärmt, da beide Spieler sehr offen bezüglich Umgangs mit den Fans sind. Außerdem hatten wir auch einmal totales Glück bei einem Besuch des Avalanche Stores im Pepsi Center: so ist Trainer Patrick Roy mit seiner Familie mal reinspaziert und hat sich Zeit für ein paar Autogramme und Fotos genommen, was bei ihm nur selten vorkommt, wie man gesagt hat.

 

Alles in allem war die Invasion also ein toller Trip, der super organisiert wurde und viele neue Erfahrungen in nur zwei Wochen gebracht hat, die leider zu schnell vergangen sind. Man trifft viele neue Freunde und Invasion Mitglieder, wobei bei vielen auch dauerhafte Freundschaften entstehen. Ich werde jedenfalls nie diesen ersten Trip nach Denver vergessen. Und wenn man wieder zu Hause ist und die Avs wieder am TV verfolgt, sieht man die Spiele gleich aus einer anderen Perspektive: man weiß, wie sich die Atmosphäre im Pepsi Center anfühlt, was passiert, wenn mal das Spiel unterbrochen wird. Man fühlt sich plötzlich auch im TV ein bisschen wie zu Hause.

 

Um also zu den anfangs gestellten Fragen zurückzukommen: Ja, der Trip lohnt sich definitiv und man sollte es unbedingt machen!

 

Verpasst nicht:

Tagebücher der Mitglieder
Fotogallerie 
Fotogallerie von Las Vegas
Meeting mit Hejda und Hejduk
Eurolanche auf NBC Sports
• Spezialwebsite Stadium.Series.Eurolanche.com
• Alle wichtige Informationen zum Projekt Eurolanche Invasion findet ihr unter invasion.eurolanche.com


Robert Heppekausen, Germany, eurolanche@eurolanche.com
25/04/2016 - 10:00